Link kaufen oder Backlink mieten

Backlinks sind das Rückgrat für ein erfolgreiches Ranking. In vielen Branchen geht es jedoch nicht mehr ohne hochwertige zusätzlich angemietete Backlinks.

Verfasst von SEO Evangelist am 03.08.2010 um 13:34:00 Uhr
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Da beide Versionen (Linkkauf sowie Linkmiete) einen Verstoß gegen die Richtlinien von Google darstellen und somit zum Ausschluss einer Website aus dem Index zur Folge haben kann, ist dieser Artikel natürlich rein hypothetischer Natur ;)

Das es in einigen umkämpften Bereichen (realistisch gesehen) ohne Link-Kauf/-Miete gar nicht mehr geht, um voranzukommen, brauche ich nicht weiter ausführen, soll jetzt auch nicht das Thema sein. Ich widme mich heute den beiden Varianten Kauf und Miete.

Im ersten Moment klingt Linkkauf ja vorteilhafter anstatt Linkmiete, einmalige Kosten versus monatliche Kosten. Aber auch nur im ersten Moment, wenn man beides oberflächlich betrachtet. Hierbei liegt auch häufig das Problem bei Anfängern/Neulingen, denen der nötige Hintergrund fehlt, um es vernünftig beurteilen zu können...

Das Problem beim Linkkauf:
Der Kauf an sich ist kein Problem, nur was man von so einem Link in Zukunft erwarten kann...

Eine Internetpräsenz verkauft einen Link und erhält dafür einmalig Geld, soweit so gut. Nun verkauft diese Seite weitere Links und erhält mehr Geld, ein erstes Problem dabei ist, je mehr Links verkauft werden, desto weniger "linkjuice" bleibt für jeden einzelnen Link übrig...




Exkursion:
Um ein halbwegs brauchbares Beispiel aufzuführen, nehme ich mal den PageRank, er ist zwar nur ein Bestandteil des linkjuice, doch er ist an Hand der Google Toolbar sichtbar (somit von jedem nachvollziehbar) und vom Grundprinzip verhält es sich mit dem gesamten Linkjuice vergleichbar.
Eine Link von einer starken z.B. PR7-Seite (mit keinen bis wenigen ausgehenden Links) kann die Linkzielseite zu einem PR6 "befördern". Wenn die linkgebende Seite nun eine "Linkliste" ist, mit hunderten von ausgehenden Links, bleibt für die einzelnen Zielseiten vom linkjuice nicht mehr viel übrig und der verbleibende Saft wird nicht einmal mehr für einen PR3 ausreichen...



Bei den ersten Links ist das alles also noch kein Problem, jeder bekommt für sein Geld ein wenig Saft und der Seitenbetreiber sein Geld. Da der Betreiber jedoch nicht monatlich Geld verdient, muss er immer weiter Links verkaufen, damit er überhaupt noch etwas verdient und schon beginnt das Dillemma...

Mit jedem verkauften Link, verliert jeder vorhandene Link ein wenig mehr an linkjuice und die neuen bekommen immer weniger. Das Spielchen geht nun soweit bis die vorhandenen (sowie neuen) Links so gut wie wert- und nutzlos geworden sind. Ende vom Lied: Der Seitenbetreiber kann keine weiteren Links mehr verkaufen, da ausser "Anfänger" niemand mehr auf die sinnfreien Links "reinfällt". Diese Links sind nicht nur sinnfrei sondern auch gefährlich, denn ein weiterer Punkt wird dabei ausser Acht gelassen, je mehr Links bereits verkauft wurden, desto schwieriger wird die Suche nach neuen Kunden, was dazu führt, dass man immer mehr "Schrott" akzeptiert.

Ich denke mal jeder kann sich eine solche Seite nun langsam bildlich vorstellen, da sind PreSellseiten aneinandergereiht wo in einem Satz das Keyword Handy, im nächsten Versicherungen, gefolgt von Kredit zu finden sind, neben den "üblichen Verdächtigen": PPP (Poker, Porn, Pills).

Wer nun meint sowas würde Google mit seinem Algo nicht direkt "erkennen" können, der sollte noch einmal bei den SEO Basics anfangen, da er anscheinend einige Kapitel vergessen hat. Da nun das Betreiben der Website auch Geld sowie Zeit kostet (Domaingebühr, Webhosting, Update Software, Wartung, etc...) und ab einem gewissen Punkt keine Geld mehr rein kommt, ist es nur noch eine Frage der Zeit sowie des logischen Menschenverstands, dass das Ende dieser Seite besiegelt ist.

Entweder wird nun nur die Domain verkauft (vielleicht hat sie ja noch einige Backlinks und PR) oder aber das gesamte Projekt wird bei iBäh & Co. angeboten, unter Angabe eines sensationellen Umsatzes natürlich, den sie (mal) eingespielt hat (aber natürlich nicht mehr einspielen wird). Das der neue Besitzer die alten Links ins Nirwana befördert, ist ja wohl klar (bringt ja auch kein Geld mehr).

Ende vom Lied: Nachdem die Links immer weniger Wert hatten und dafür zunehmend gefährlicher wurden, sind sie letztendlich komplett verschwunden.

Wer nun mehrere solcher "Linkpakete" gekauft hatte und diese sich in kürzester Zeit alle in "Wohlgefallen" auflösen, wird schmerzlich mit einem der vielen Rankingfaktoren von Google konfrontiert: Alter (Dauer) eines Backlinks.


Bei einer seriösen Linkvermietung passiert so etwas nicht (nicht das Wort "seriös" am Anfang überlesen ;) sollte die Anzahl der Mietplätze auch noch auf ein vernünftiges Maß reduziert worden sein, kann man davon ausgehen, das die Links mit der Zeit immer wertvoller & stärker werden, d.h. man sollte die "Miete" eher als eine Art Update-Kosten sehen, denn durch die Miete bleibt das Projekt für den Seitenbetreiber interessant und er ist bereit etwas daran zu machen (neuer Content, neue Features, zusätzliche Backlinks), denn es kommt ja auch monatlich wieder etwas herein. Durch die Beschränkung bleibt der anfängliche linkjuice erhalten (und steigt eher), als weitere Vorteile kommen das zunehmende Alter des Links und die allgemeine Stärkung der linkgebenden Seite hinzu.

Irgendwie höre ich jetzt ein paar Stimmen, die etwas von "monatlichen Kosten" murmeln, selbstverständlich sind Mietlinks nichts für die private Hobby-Website, es geht hier um Business und wer nicht in der Lage ist den simplen kaufmännischen Regeln zu Folge abzuwägen bzw. zu kalkulieren ob sich der Einsatz von XXX(XX) Euro Miete für ihn lohnen und was unterm Strich für ihn dabei herauskommt, hat (so leid es mir tut) in dem "Business" nichts zu suchen.

Selbst der "kleine Laden um die Ecke" muss monatlich für etwas zahlen (Miete, Nebenkosten, Personal, Werbung, etc...) und trotzdem kann (sollte) er damit gut leben. Hat irgendwer behauptet das Internet sei ein andere Welt? Es ist ein reines Zahlenspiel, wie in der Offline-Welt auch, selbst wenn ich im Monat über 10.000 Euro für Linkmiete ausgebe, dafür aber das doppelte an Gewinn wieder einfahre, ist es ein lukratives Geschäft.

Das man gute Mietlinks (vor allem Unauffällige) nicht an jeder Ecke bekommt und man die "bekannten, öffentlichen Plätze" meiden sollte ist hoffentlich klar, es ist und bleibt ein Verstoß gegen die Richtlinien von Google, daher auch dieser rein hypothetische Post.

p.s.: Im "Seo Olymp" werden Plattformen benutzt, die es offiziell nicht gibt und niemals existiert haben oder werden, diese sind auch nicht für jeden verfügbar und über Google findet man diese (logischerweise) auch nicht ... Der Codename (also nicht die eigentliche Adresse oder Name) einer dieser Plattformen ist projectnautilus ... mehr dazu (vielleicht) später.
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Kategorie: Links SEO



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